Susan Kreller prauml;gt ihre Kinder- und Jugendromane durch ein unverwechselbares Sprachgefuuml;hl, durch die artistische Artikulation des Unartikulierbaren und nicht zuletzt durch die tiefgreifende Verwebung von Rauml;umen, Figuren, Handlung und Zeit. Vor diesem Hintergrund untersucht diese Studie anhand des problemorientierten Romans Elefanten sieht man nicht und des Adoleszenzromans Schneeriese intrasubjektive Prozesse, gesellschaftliche Machtverhauml;ltnisse, emotionale Erfahrungsrauml;ume und adoleszente Entwicklungsdynamiken aus interdisziplinauml;rer raumtheoretischer Perspektive. Wie die Analyse zeigt, liefert Krellers Werk, das in der literaturwissenschaftlichen Forschung bisher nur randstauml;ndig beruuml;cksichtigt worden ist, durch seine komplexen Raumsemantiken einen substanziellen Erkenntnisgewinn fuuml;r die Kinder- und Jugendliteraturwissenschaft. Damit versteht sich diese Arbeit zugleich als Impuls zur weiteren Auseinandersetzung mit ihren Texten.